Studie

rTMS und CBM (cognitive bias modification) bei Alkoholabhängigen nach Entzugsbehandlung: eine prospektive randomisierte, kontrollierte Therapiestudie (StimCogBiasMod SCBM study)

Asklepius

Fachklinikum Wiesen

Die Alkoholabhängigkeit ist durch einen chronischen Verlauf und eine Rückfallquote von bis zu 70 % innerhalb von drei Monaten nach Abschluss der Therapie gekennzeichnet, was die langfristige Wirksamkeit bestehender pharmako‑ und psychotherapeutischer Verfahren einschränkt. Aufgrund dieses hohen Rückfallrisikos besteht dringender Bedarf an innovativen Behandlungsstrategien, die über die bisherigen Ansätze hinausgehen. Vorläufige Befunde deuten darauf hin, dass sowohl die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) als auch die Cognitive Bias Modification (ApBM) als ergänzende Interventionen vielversprechend sind und die Prognose der Alkoholabhängigkeit verbessern könnten.

Ziel der Studie

Ziel der Studie ist es, bei alkoholabhängigen Patient:innen nach Abschluss des Entzugs die Wirksamkeit von zehn aufeinanderfolgenden Anwendungen der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS), der Ansatz‑Bias‑Modification (ApBM) sowie deren Kombination im Vergleich zu einer Kontrollbedingung zu prüfen.

Dabei werden in vier Gruppen à 20 Teilnehmer Abstinenzquoten, Abstinenz nach Rückfall sowie Trinkmuster drei Monate nach Klinikentlassung systematisch miteinander verglichen. Die Untersuchung erstreckt sich über einen Gesamtzeitraum von 24 Monaten, der Vorbereitung, Rekrutierung, Intervention, Follow‑up und Auswertung umfasst.

MitarbeiterInnen / ForschungsleiterInnen / KooperationspartnerInnen

Forschungsleiter: Prof. Dr. med. U. W. Preuss, Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg und Asklepios Fachklinikum Wiesen, Wildenfels.
Kooperationen: Prof. Dr. phil. F. Moggi, Dr. phil. M. Stein, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Bern

Weiterführende Links

https://www.asklepios.com/wiesen/