Studie
SENSE-D: Zusammenhang von Schlaf, subjektiven Erfahrungsberichten, Neurophysiologie und Stress bei Depressionen
Nutzung personalisierter, nicht-invasiver Messmethoden für individuelle Prognosemodelle bei Depressionen
LMU München
Das Projekt SENSE-D baut auf der von der Krafft-Stiftung geförderten STREAM-Studie auf und erweitert deren innovativen E-Health-Ansatz zur Analyse von Schlafqualität, zirkadianen Aktivierungsmustern und Stressempfinden auf Erwachsene mit unipolarer Depression. Da Depression häufig mit gestörter Schlafarchitektur, erhöhter Stressreaktivität und komorbiden Erkrankungen einhergeht, untersucht SENSE-D eben diese Wechselwirkungen in einem alltagsnahen Setting mittels E-Health Methodik. Ziel ist es, die Rolle von Schlafqualität und Stress als wechselseitige Risikofaktoren besser zu verstehen und Ansatzpunkte für deren Veränderbarkeit zu identifizieren.
Ziel der Studie
SENSE-D untersucht, wie Schlafqualität, subjektives Stresserleben, physiologische Stressreaktionen und sensorische Sensitivität bei Erwachsenen mit Depression zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Ziel ist es, individuelle Prädiktionsmodelle zu entwickeln, die darüber hinaus auch der Prävention psychischer Erkrankungen bei gesunden Personen dienen. Darüber hinaus wird der Effekt von Meditation als niederschwellige Intervention zur Regulierung von Stresserleben und Verbesserung von Schlafqualität erforscht. Die gewonnenen Daten werden Teilnehmenden sowie klinischen Behandelnden über eine digitale Plattform in Form personalisierter Rückmeldungen bereitgestellt. Auf diese Weise sollen neue Ansätze für individualisierte Diagnostik und Therapie unterstützt werden.
MitarbeiterInnen / ForschungsleiterInnen / KooperationspartnerInnen
Antragstellerin: Prof. Dr. Christine Falter-Wagner, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LMU Klinikum München
Mitantragstellerinnen: Clara Gernert, Lena Naumer; Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LMU Klinikum München
Kollaborationspartner: Prof. Dr. Tristan Bekinschtein, Consciousness and Cognition Lab, Department of Psychology, University of Cambridge (UK)